Pflegegeld

In der Bundesrepublik Deutschland haben pflegebedürftige Menschen selbst die Möglichkeit über die für sie am besten geeignete Art der Pflege zu entscheiden. So können sie sich entweder zwischen einer ambulanter Pflege, wie zum Beispiel der Inanspruchnahme von Pflegediensten, oder dem Bezug von Pflegegeld frei entscheiden.

Das Pflegegeld erhalten die betroffenen Personen dann von der Pflegekasse auf ihr Konto ausgezahlt, nachdem von dieser die jeweilige Pflegestufe der betroffenen Personen festgelegt wurde. Wichtig für den Bezug des Pflegegeldes ist auch dass die häusliche Pflege sichergestellt ist. Diese häusliche Pflege kann entweder von Angehörigen der Familie, Nachbarn, ehrenamtlich tätigen Helfern oder von einer 24-Stunden-Betreuung ausgeübt werden. Sollte diese häusliche Pflege sichergestellt sein und auch in geeigneter Weise bzw. Umgebung ausführbar sein bekommt der zu Pflegende das Pflegegeld direkt auf sein Konto überwiesen und kann über dieses Pflegegeld in der Folge frei verfügen. Er kann das Pflegegeld dann zum Beispiel an die ihn pflegenden Personen in regelmäßigen Abstanden als Entschädigung für die Pflegeleistungen weitergeben. Er kann es aber auch zur Finanzierung von Pflegehilfsmitteln verwenden, welche seine Pflege deutlich vereinfachen.

Das Pflegegeld erhält man von der Pflegekasse, nachdem die Pflegestufe genehmigt ist.
Bei der Pflege zu Hause, zum Beispiel, wenn Familienangehörige oder Nachbarn, ehrenamtliche Helfer oder eine 24-Stunden-Betreuung aus Polen die häusliche Pflege übernehmen.
In diesem Fall erhält der Pflegebedürftige das Pflegegeld direkt auf sein Konto.

Damit stehen je nach Pflegestufe für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz folgende Leistungshöchstbeträge zur Verfügung:

  Pflegegeld Zuschlag Maximaler Gesamtbetrag  
Pflegestufe 0 123,00 €   0,00 € 123,00 €
Pflegestufe I 244,00 € 72,00 € 316,00 €
Pflegestufe II 458,00 € 87,00 € 545,00 €
Pflegestufe III 728,00 €   0,00 € 728,00 €

 

Der Pflegebedürftige bestimmt selbst, wie das Geld ausgegeben wird.

Zu beachten ist
Einen Zuschlag erhalten Menschen mit besonderem Betreuungsbedarf aufgrund von „Einschränkungen der Alltagskompetenz“, zum Beispiel bei Demenz, Alzheimer oder Parkinson.
Wer schon in Pflegestufe I oder II eingestuft ist, erhält dann folgende Zuschläge, bei Pflegestufe III bleibt es auch hier bei den üblichen Leistungen.

Was übernimmt die Pflegekasse:

Pflegegeld
Pflegesachleistung
Kombination von Sachleistung und Pflegegeld
Tages- und Nachtpflege
Verhinderungspflege/Ersatzpflege
Kurzzeitpflege
Wohnungsanpassung

Neue Kostenerstattungen bzw. Beiträge durch Pflegegrade

Höhe und Staffelung des Pflegegeldes
Damit stehen je nach Pflegestufe für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz folgende Leistungshöchstbeträge zur Verfügung. Die Höhe dieser richtet sich nach der Pflegestufe der Betroffenen. Diese Stufe wird durch ein Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung festgelegt.

Die Staffelung erfolgte seit 2015 wie folgt:

  • 123,00 € monatlich für Personen mit Pflegestufe 0
  • 244,00 € monatlich für Personen mit Pflegestufe I
  • 316,00 € monatlich für Personen mit Pflegestufe I (die zusätzlich noch an Demenz leiden)
  • 458,00 € monatlich für Personen mit Pflegestufe II
  • 545,00 € monatlich für Personen mit Pflegestufe II (die zusätzlich noch an Demenz leiden)
  • 728,00 € monatlich für Personen mit Pflegestufe III

Im Jahr 2017 ändert sich dieses System jedoch und es werden Pflegegrade eingeführt. Ab 2017 werden dann monatlich folgende Beträge je nach Pflegegrad ausbezahlt:

  • 316,00 € monatlich für Personen mit Pflegegrad 2
  • 545,00 € monatlich für Personen mit Pflegegrad 3
  • 728,00 € monatlich für Personen mit Pflegegrad 4
  • 901,00 € monatlich für Personen mit Pflegegrad 5

Ab 2017 wird dann wie bei der Auflistung ersichtlich für den Pflegegrad der Stufe 1 keine Geldleistung mehr erbracht, jedoch können Personen die in diesen Pflegegrad fallen jedoch mit einer zweckgebundenen Kostenrückerstattung bis zu 125,00 € monatlich rechnen.

Generell kann noch angemerkt werden, dass bei der Pflege von Personen mit großem allgemeinem Betreuungsbedarf diese Leistungen noch je nach Schweregrad aufgestockt werden können. So können auch Personen in der „Pflegestufe 0“ Pflegegeld erhalten.

 

Nutzen Sie unseren Pflegegeldrechner um zu ermitteln was ihnen ab 2017 zusteht: Pflegegrad Geld berechnen