Hausnotrufanbieter im Vergleich

Tipp 1: Hausnotruf Kosten

Die Kosten für einen Hausnotruf sind je nach Anbieter sehr unterschiedlich. Das hängt auch damit zusammen, dass sich die inkludierten Leistungen von Hausnotrufen teilweise sehr unterscheiden. Die erste Frage, die Sie sich also stellen sollten ist, welche Hausnotruf Leistungen Sie eigentlich benötigen.

Bei den meisten Hausnotruf Anbietern gibt es eine sehr günstige Basis Variante. Die Einrichtungsgebühr beträgt dann häufig zwischen 10 Euro und 49 Euro. Monatlich kommen dann nochmal um die 20 Euro hinzu. Viele Anbieter bieten diesen Tarif an, da die Pflegekasse ab Pflegegrad 1 aktuell 18,36 Euro davon übernimmt. Die Kosten für den Hausnotruf werden so vollständig oder zumindest zu einem großen Teil von der Pflegekasse getragen.

Wenn Sie weitere Dienstleistungen benötigen, wie ein 24h qualifizierter Bereitschaftsdienst für die persönliche Hilfe vor Ort oder eine sichere Aufbewahrung des Wohnungsschlüssels, wird es teurer. So erhöht sich der monatliche Beitrag z. B. beim Malteser auf 44 Euro im Monat.

Wir empfehlen sich Gedanken zu machen welche Leistungen Sie benötigen und dann verschiedene Anbieter zu vergleichen. Nutzen Sie dafür den folgenden Hausnotruf-Preisvergleich, der viele Anbieter wie den Malteser und die Johanniter vergleicht:

Wenn Sie darüber noch einen weiteren Anbieter für einen stationären und mobilen Hausnotruf suchen, sollten Sie auch das Angebot von Libify prüfen:

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Tipp 2: Hausnotruf – Tipp der Verbraucherzentrale

Wenn Sie die Kosten und Leistungen der verschiedenen Anbieter vergleichen, empfiehlt die Verbraucherzentrale auf bestimmte Punkte sehr genau achten.

  1. Hausnotruf – Laufzeit und Kündigungsfrist
    Die Verbraucherzentrale empfiehlt Hausnotrufe ohne eine feste Laufzeit und mit einer möglichst kurzen Kündigungsfrist. Konkret wird eine Kündigungsfrist von höchstens zwei Wochen zum Monatsende empfohlen.
    Bei einem Hausnotruf ohne Mindestvertragslaufzeit und einer kurzen Kündigungsfrist bleiben flexibel und müssen keine unnötigen Kosten tragen, falls der Pflegebedürftige kurzfristig stationär behandelt werden muss. Im Todesfall sollte eine fristlose Kündigung möglich sein.
  2. Hausnotruf – Haftung
    Bezüglich der Haftung sollte klar geregelt sein, dass der Anbieter die Kosten für Wartung und Reparatur des Hausnotrufsystems trägt. Außerdem sollte bei Mängeln die Reparatur oder der Austausch des Hausnotrufs zügig erfolgen. Falls dies nicht der Fall sein sollte, könnte sich daraus eine Pflichtverletzung seitens des Hausnotrufanbieters ergeben, was zu Schadenersatzansprüche und Schmerzensgeld führen kann. Etwaige Vertragsklauseln sich aus der Verantwortung zu ziehen, sind häufig unwirksam, was der Bundesgerichtshof mit seinem Urteil vom 11.05.2017 (Akz. III ZR 92/16) deutlich gemacht hat.
  3. Hausnotruf – Qualitätskriterien
    Ein wichtiges Kriterium für die Wahl des richtigen Hausnotrufsystems betrifft das Personal in der Notrufzentrale und das Hilfepersonal. Achten Sie darauf, dass es sich um qualifizierte Fachkräfte handelt.
    Außerdem sollten Sie erfragen wie weit Helfer von Ihnen entfernt sind um bei Notfällen schnell bei Ihnen zu sein. Lokale Anbieter können hierbei einen Vorteil haben.

 

Tipp 3: Hausnotruf – Aktuelle Ergebnisse und Testsieger von Stiftung Warentest

Hausnotrufsysteme wurden auch schon von der Stiftung Warentest getestet. Insgesamt wurden 12 verschiedene Anbieter getestet von denen drei für gut befunden worden sind.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) landete mit seinem Hausnotruf auf Platz 1. Die Stärken wurden hier insbesondere beim Kundenservice, der Beratung im Vorfeld und der Einrichtung des Hausnotrufs gesehen.

Auf Platz 2 und 3 landeten der Malteser Hilfsdienst und die Johanniter-Unfall-Hilfe mit einer ebenfalls guten Leistung.

Darüber hinaus haben zwei private Anbieter mit befriedigend abgeschnitten. Sicrona, der sich insbesondere durch eine kundenfreundliche Vertragsgestaltung auszeichnet und Sonotel, welches mit guter Notrufbearbeitung punkten konnte.

 

Tipp 4: Hausnotruf – Pflegekasse und steuerliche Absetzbarkeit

Wie bereits unter Tipp 1 erwähnt, übernimmt die Pflegekasse die Kosten für einen Hausnotruf bis zu einer bestimmten Höhe und unter bestimmten Voraussetzungen. Als erste Voraussetzung gilt, dass eine Personen von der Pflegeversicherung als pflegebedürftig angesehen wird und einen entsprechenden Pflegegrad erhält. Außerdem muss der Pflegebedürftige alleine leben und nicht in der Lage sein mit einem Telefon einen Notruf abzusetzen. Zu guter Letzt muss beim Pflegebedürftigen jederzeit mit einer „lebensbedrohlichen Zustandsverschlechterung“ zu rechnen sein.

Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, haben Pflegebedürftige Anspruch auf finanzielle Unterstützung. Ein Hausnotrufsystem gilt als technisches Pflegehilfsmittel und kann dann bei der Pflegekasse beantragt werden. Die Pflegekasse übernimmt eine einmalige Einrichtungsgebühr von bis zu 10,49 Euro und monatliche Kosten von bis zu 18,36 Euro.

 

Tipp 5: Hausnotruf von der Steuer absetzen

Seit 2015 können sie den Hausnotruf von der Steuer absetzen. Der Bundesfinanzhof entschied am 3.9.2015, dass die Kosten für einen Hausnotruf als sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen anzusehen sind und sich somit steuermindernd auswirken. Dabei ist es unerheblich, ob der Pflegebedürftige in der eigenen Wohnung oder in einer Einrichtung für betreutes Wohnen wohnt.